Warum eine Bürgerinitiative?

Die vor fast 100 Jahren gebaute Bahnstrecke von Moers nach Orsoy über Baerl – Vierbaum - Orsoyerberg wurde bis 1968 für den Personenverkehr genutzt. Heute transportiert die NIAG (Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft) über die Gleisanlage  Importkohle aus dem Hafen Orsoy nach Süddeutschland und ins Ruhrgebiet. Die Nutzung der Strecke für den Kohletransport stützt sich auf eine Betriebsgenehmigung von 1984.

Die Zahl der Anwohner an der Strecke hat sich in den vergangenen fast 30 Jahren verzehnfacht, viele Familien suchten und suchen die Vorteile einer ländlichen Umgebung. Die Lärmbelastung durch den Zugverkehr und das Hupen (über 110 db) an den Bahnübergängen beschränkte sich auf Wochentage. Sie wurde durch die Anwohner geduldet, um den Wirtschaftsstandort Orsoy/Niederrhein zu unterstützen. 

Seit 2012 hat sich die Zahl der Züge stark erhöht, sie sind länger und schwerer geworden. Das führt zum Anstieg des Lärms durch Rollgeräusch, Vibration und Hupen. Auch die Fahrzeit hat sich verändert. Fuhren bis 2012 die Züge hauptsächlich tagsüber, fahren sie jetzt auch nachts, sonntags und an Feiertagen.

Die komplett ungesicherte eingleisige Bahnstrecke ist für dieses Verkehrsaufkommen, das Gewicht und die Geschwindigkeit der Züge absolut nicht geeignet. Dass das Hupen an den unbeschrankten Bahnübergängen keine ausreichende Sicherheit bietet, zeigen die schweren Unfälle, teilweise mit tödlichem Ausgang in den vergangenen Jahren.

Beschwerden einzelner Bürger wurden bisher nicht beachtet. Helfen Sie uns, bei Politik und der NIAG Gehör zu verschaffen. Werden Sie Mitglied oder Unterstützer der im Februar 2013 gegründeten Bürgerinitiative.

 

Der schein trügt, die Ruhe im Naherholungsgebiet Baerler Busch und Lohheider See ist Vergangenheit.

 

So beschreibt die NIAG noch 2008 " Ihre idyllische Bahnstrecke" :

NIAG Pressemitteilung  aus 2008 

An insgesamt 13 Sonn- und Feiertagen lässt die NIAG für Ausflügler rote Schienenbusse auf der landschaftlich reizvollen Strecke Moers - Orsoy - Rheinberg rollen, die während der Woche vor allem dem Importkohle-Transport vom NIAG-Hafen in Orsoy in Richtung Süddeutschland dient.

Der fast 100 Jahre bestehende Schienenweg erschließt ein Naherholungsgebiet mit typisch niederrheinischer Landschaft. Im gemächlichen Tempo fahren die Wagen in der Tradition eines „Schluffs" (liebevolle regionale Bezeichnung für einen langsam fahrenden Zug). Entlang der Strecke gibt es viel zu entdecken: Zunächst geht die Fahrt durch den Baerler Busch und am Ende des Waldes blitzt schon das Silberblau des Lohheider Sees auf, einem beliebten Segelrevier mit schönem Ausflugslokal im historischen Bahnhofsgebäude. Vorbei an der Ebene des Binsheimer Feldes ist das Rheinörtchen Orsoy mit seiner schönen Promenade am Fluss die nächste Station. Durch weite Felder und Wiesen steuern die Schienenbusse schließlich Rheinberg an. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad (Mitnahme im NIAG-Fahrradwagen möglich) - ein Abstecher an einem der Haltepunkte Duisburg-Baerl, Lohheide, Rheinberg-Orsoy und Rheinberg-Budberg lohnt auf jeden Fall. Von Orsoy bietet sich eine besonders familientaugliche Fahrradtour entlang des Rheinufers und anschließend durch den Baerler Busch nach Moers an.

 

  

Foto: Armin Fischer RP

Bei der Gründungsversammlung im Februar 2012 quoll der Saal des Schwarzen Adler in Vierbaum faßt über, so groß war das Interesse

 

Foto: Ute Gabriesl WAZ

Der Vorstand der Bürgerinitiative von links: Beisitzer Burkhard Schmidt, Vorsitzende Dr.Eva Hellmis Jürgen Hartmannn für Rheinberg, Ingrid Kostkowski und Helmut Gawel für Duisburg.